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Verbindung(s)Lösung_Lösbare Konstruktionen und Schichtenaufbauten entscheiden über Recyclingpotenziale.

 

Vor dem Hintergrund knapper und teurer werdender Ressourcen kommt den anthropogen geschaffenen Lagerstätten, wie z. B. Gebäuden und Infrastruktureinrichtungen, mittlerweile eine wachsende Bedeutung für die Ressourcenbereitstellung zu. Neben monetären Faktoren ist aber auch die Mengenrelevanz der Bauabfälle hervorzuheben, denn ca. 60 % der Abfälle in Deutschland sind auf den Bausektor zurückzuführen. Daher ist es notwendig, die in Gebäuden enthaltenen Materialien und Energien zu remobilisieren, d.h. zu einer Gebäudeplanung zu gelangen, die die Rückbauphase und die Recyclingqualität der verbauten Materialien gleichwertig betrachtet mit der Erstellung des Gebäudes.

Ziel unserer Forschung ist es, das Abfallaufkommen aus der Bauwirtschaft zu verringern, indem jede Baumaßnahme als eine spätere Ressourcenquelle geplant und entsprechend erstellt werden kann. Das bedeutet, dass bei deren Rückbau ein möglichst hoher Anteil von Stoffen in einen technischen oder biologischen Kreislauf zurückgeführt werden kann, mit dem Ziel ein Recycling auf gleicher Qualitätsstufe oder ein Upcycling zu erreichen. Darüber hinaus soll die Reparaturfreundlichkeit im Schadens- oder Sanierungsfall verbessert werden, um einen möglichst hohen Anteil an Materialien weiterverwenden zu können.

In unserem Forschungsprojekt 'Kreislaufkonstruktionen' entwickeln wir ein Planungswerkzeug für zukünftige Bau- und Rückbau-vorhaben, das eine bessere Bewertung von Bauwerken ermöglicht und dazu beiträgt, bei Neubauten die bei einem späteren Rückbau anfallenden Anteile an recyclingfähigen Materialien und Elementen zu maximieren. Ergebnis des Forschungsprojekts soll ein architekten- und ingenieurgerechter Bauteilkatalog sein, in dem qualitative Bewertungen der Rückbaufreundlichkeit und Recyclingfähigkeit von aktuellen Detailplanungen ablesbar werden.

 

 

zuletzt bearbeitet am: 15.01.2018